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Jubiläumskonzert ‚80 Jahre Städtischer Musikverein Meppen‘

Der Städtische Musikverein Meppen blickt im Jahr 2026 auf 80 Jahre Chorarbeit zurück. Der Musikverein feierte das Jubiläum in einem festlichen Jubiläumskonzert gemeinsam mit dem niederländischen Veenkolonial Symfonie Orkest (VKSO). Das Konzert fand am 12. April 2026 unter der künstlerischen Leitung des renommierten Dirigenten Lubertus Leutscher in der Aula des Windthorst-Gymnasiums (Theater) in Meppen statt und war bewusst als musikalischer Rückblick angelegt – eine Art „Best-of“ aus acht Jahrzehnten Chorarbeit.

Das Programm spannte einen weiten Bogen durch die Chorliteratur: von Schuberts Deutscher Messe („Wohin soll ich mich wenden“) über Haydns Schöpfung („Vollendet ist das große Werk“) bis hin zu Mendelssohns Oratorien Elias und Paulus. Mozart war gleich mehrfach vertreten, unter anderem mit dem innigen „Laudate Dominum“ aus den Vesperae solennes de confessore und dem jubelnden Gloria aus der Krönungsmesse. Mit Brahms’ Deutschem Requiem, Faurés Requiem und Händels berühmtem „Halleluja“ aus dem Messias fanden sich Werke im Programm, die über Generationen hinweg zum Kernrepertoire des Chores gehörten. Ergänzt wurde dies durch Stücke des 20. und 21. Jahrhunderts, etwa von Ariel Ramírez’ Zeitgenossen Gómez oder Karl Jenkins, die zeigten, dass der Blick des Vereins stets auch nach vorn gerichtet war und ist.

So machte das Jubiläumskonzert hörbar, was diesen Chor auszeichnet: die Pflege großer Werke, die Freude am gemeinsamen Musizieren und die Überzeugung, dass Chormusik auch nach acht Jahrzehnten nichts von ihrer Bedeutung verloren hat. Entsprechend honorierte das zahlreich erschienene Publikum die Leistung der Musiker mit lang anhaltendem Beifall.

Bei einem anschließenden Empfang begrüßte die Vorsitzende Dr. Andrea Kaltofen zahlreiche Ehrengäste, darunter die früheren Chorleiter Hanno Pieper, Karl-Bernhard Hüttis und Balthasar Baumgartner. Ihr besonderer Dank galt den zahlreichen Sponsoren, die den Musikverein im Laufe der vielen Jahrzehnte immer wieder großzügig unterstützt haben. Das gößte Lob hatte sich die Sopranistin Christiane Kopatschek verdient, die kurzfristig als Ersatz eingesprungen war und das begeisterte Publikum mit ihrer makellosen Intonation überzeugte.

Landrat Marc-André Burgdorf und Bürgermeister Helmut Knurbein sprachen die Grußworte und würdigten die jahrzehntelange Arbeit des Musikvereins. Beide erinnerten an die denkbar schwierigen Bedingungen zur Zeit der Gründung des Chores im Januar 1946, wenige Monate nach Ende des 2. Weltkriegs. Viele ehrenamtlich Engagierte, wechselnde musikalische Leitungen und eine verlässliche Gemeinschaft von Sängerinnen und Sängern hätten den Fortbestand des Konzertchores ermöglicht. Außerdem habe die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit vielen niederländischen Musikerinnen und Musikern in den vergangenen Jahren eine hoffnungsvolle Zukunftsperspektive eröffnet.

Fotos: Fenneke Vink, Miriam Patzker, Gabriele Spalthoff, Ulrike und Martin van der Ven. Zur Vergrößerung klicken Sie bitte auf einzelne Aufnahmen.

 

Emsland-Kurier Meppen – 21-03-2026

 

2026-04-04 – Meppener Tagespost